Zwischen Herd, Kamera und grossen Träumen

Unterwegs am Finaltag von marmite youngster.

In einer Profiküche geht es oft hektisch zu. Am Finaltag von marmite youngster kommt noch etwas dazu: Nervosität. Schliesslich geht es für die jungen Talente um weit mehr als ein gelungenes Gericht. Es geht um Leidenschaft, Können und die Chance, sich in der Schweizer Gastronomieszene einen Namen zu machen.

Ich durfte diesen besonderen Tag mit der Kamera begleiten. Mittendrin, zwischen dampfenden Töpfen, konzentrierten Gesichtern und präzisen Handgriffen. Mein Ziel war es, nicht einfach nur schöne Teller zu filmen, sondern die Menschen dahinter zu zeigen.

Was mich besonders fasziniert hat, war die Mischung aus höchster Konzentration und echter Begeisterung. Während die Zeit unerbittlich läuft, muss jeder Handgriff sitzen. Und genau in diesen Momenten entstehen die Geschichten, die ich als Medienmacher liebe.

Eine Küche kennt keine zweite Klappe

Wer Filme produziert, kennt diesen Satz: «Können wir das nochmals machen?»

In einer Küche funktioniert das selten. Wenn der Fisch in die Pfanne kommt, kommt er in die Pfanne. Wenn die Sauce angerichtet wird, bleibt keine Zeit, erst noch die Kamera richtig einzustellen. Und wenn der entscheidende Moment vorbei ist, ist er vorbei.

Mein Tipp für alle, die in einer Küche filmen möchten: Lernt zuerst den Ablauf kennen, bevor ihr die Kamera einschaltet. Sprecht mit den Köchinnen und Köchen, beobachtet ihre Handgriffe und versucht vorauszusehen, was als Nächstes passiert. Gute Aufnahmen entstehen nicht nur durch die richtige Kameratechnik, sondern vor allem durch gutes Timing.

Manchmal bedeutet das auch, die Kamera einfach laufen zu lassen und geduldig auf den richtigen Moment zu warten.

Die Geschichte hinter dem Teller

Für mich ist genau das der Reiz an der Arbeit mit marmite: Ich darf Menschen begegnen, die für das brennen, was sie tun. Und ich kann mit meiner Kamera dazu beitragen, dass ihre Leidenschaft auch ausserhalb der Küche sichtbar wird.

Denn am Ende bleibt nicht nur in Erinnerung, was auf dem Teller lag. Sondern auch, wie viel Herzblut darin steckte.

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Ein Jubiläum ist noch keine Geschichte. Aber es kann eine werden.

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Hör auf, mit „Ich denke“ zu beginnen.